Altenpfleger/-inAllgemein Altenpfleger sind sozialpflegerische Fachkräfte, die alten Menschen fachliche und menschliche Unterstützung gewähren und ihnen damit zu relativer Selbstständigkeit und Bewahrung ihrer Lebensqualität verhelfen. Tätigkeit Dazu gehört die fachlich richtige Beratung, Betreuung, Pflege und Begleitung verwirrter und psychisch kranker alter Menschen, die aktive Förderung zu eigenständiger und selbstbestimmter Lebensgestaltung alter Menschen in ihrer häuslichen Umgebung sowie die Mitwirkung bei Behandlung und Rehabilitation, die Erhaltung und Förderung sozialer Kontakte, die Gestaltung des Tagesablaufes, die Unterstützung in der Bewältigung seelischer und sozialer Probleme, und auch die Sterbebegleitung. Ausbildung Die Ausbildung findet im dualen System Schule – Betrieb statt. Unterrichtet wird in Altenpflegeschulen in den Fächern Psychologie des Alterns, Soziologie, Krankheitslehre und Arzneikunde, Neurologie und Psychiatrie, Berufskunde und Wohlfahrtspflege, Rechtskunde, Deutsch, Sozialkunde, Glaubens- und Lebensberufskunde, Gesprächsführung, Pflege des alten Menschen, Methodenlehre für die Altenpflege, Gestaltung und Beschäftigung, Gymnastik, Haushaltsführung, Diät und Nahrungszubereitung usw.
Die praktische Ausbildung findet in einer stationären Pflegeeinrichtung und bei einem ambulanten Pflegedienst statt. Weitere Ausbildungsabschnitte, zB. in Krankenhäusern mit geriatrischem Schwerpunkt oder in geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen, sind möglich. Voraussetzungen Zur persönlichen Eignung gehören praktische Begabung, Bereitschaft zur Verantwortung und Teamarbeit sowie körperliche und seelische Gesundheit. Zugangsvoraussetzung ist ein mittlerer Bildungsabschluss oder Hauptschule mit Ausbildung als Altenpflege- oder Krankenpflegehelfer/-in oder einer anderen Ausbildung. Für Quereinsteiger können Familienerziehungszeiten angerechnet werden. Tätigkeitsort Alten- und Pflegeheime, Altenwohnheime, Sozialstationen, gerontopsychiatrische Abteilungen, Krankenhaus, Tages- und Begegnungsstätten. Altenpfleger können sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Altenhilfe tätig sein. Ausbildungsdauer Die Ausbildung dauert 3 Jahre und umfasst in der Schule 2.100 Stunden, in der Praxis 2.500 Stunden. Fort- und Weiterbildung Durch Fortbildung und Zusatzqualifikation bestehen attraktive Aufstiegsmöglichkeiten, zB. die Leitung einer Wohn- oder Pflegegruppe, die Stations- oder Abteilungsleitung, die Pflegedienst- oder Heimleitung, oder Lehrer für Altenpflege. Bewertung Da unsere Gesellschaft altert und die Menschen älter werden, sind die Berufsperspektiven in der Altenpflege sehr gut. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften steigt zunehmend. Hinweis Seit 2003 gibt es eine neue, erstmals bundeseinheitliche Ausbildung für den Beruf der Altenpfleger.
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